Projekte

Projekte: drei typische Abläufe aus unserem Alltag

Kundennamen nennen wir aus Vertraulichkeit nicht. Was wir zeigen können, ist die Arbeitsweise – anhand von drei Szenarien, wie sie im Siegerland regelmäßig vorkommen.

Wichtig zur Einordnung

Die folgenden drei Darstellungen sind Beispielszenarien. Sie beschreiben typische Projektverläufe und die Technik, mit der wir arbeiten – sie sind ausdrücklich keine Kundenreferenzen und enthalten deshalb auch keine Zahlen zu Ergebnissen, keine Zitate und keine Namen. Echte, anonymisierte Projektberichte ergänzen wir hier, sobald die betroffenen Kunden zugestimmt haben.

Beispielszenario 01

Von VMware auf Proxmox – Mittelständler, ca. 45 Arbeitsplätze

Produzierendes Gewerbe · zwei Hosts, ca. 20 virtuelle Maschinen · Virtualisierung, Storage, Backup

Ausgangssituation

Die vorhandene VMware-Umgebung läuft auf Hardware, deren Herstellergarantie ausläuft. Gleichzeitig steht die Verlängerung der Lizenzen an – nach der Umstellung auf Abonnement-Bündel zu deutlich anderen Konditionen als bisher. Die Geschäftsführung will wissen, ob es eine Alternative gibt, und der interne IT-Verantwortliche hat weder Zeit noch Erfahrung, das nebenbei zu bewerten.

Lösung

Ein Proxmox-VE-Cluster aus drei Knoten mit Ceph als verteiltem Speicher. Damit liegen die Daten auf allen Knoten, und der Ausfall eines Servers führt nicht zum Stillstand. Dazu ein Proxmox Backup Server auf getrennter Hardware sowie eine Kopie außer Haus. Die Entscheidung fällt erst, nachdem beide Wege – Verlängerung und Wechsel – über fünf Jahre gerechnet wurden.

Umsetzung

Der Cluster wird parallel zur laufenden Umgebung aufgebaut und mit Kopien echter Systeme getestet. Der Umzug erfolgt anschließend in Etappen an aufeinanderfolgenden Wochenenden, beginnend mit unkritischen Systemen. Für jedes System ist vorher festgelegt, woran der Erfolg gemessen wird und wie der Rückweg aussieht. Die alte Umgebung bleibt bis zur Abnahme startbereit.

Ergebnis

Der Betrieb läuft auf einer Plattform ohne Lizenzbindung pro Kern, die Wartung eines einzelnen Knotens ist im laufenden Betrieb möglich, und die Sicherung wird regelmäßig durch einen Restore-Test überprüft. Alle Konfigurationen sind dokumentiert und über Ansible reproduzierbar.

Beispielszenario 02

Netzwerk absichern und trennen – Dienstleister, ca. 25 Arbeitsplätze

Zwei Standorte · Homeoffice-Anteil · Firewall, Segmentierung, Fernzugriff

Ausgangssituation

Gewachsenes Netz ohne Trennung: Server, Arbeitsplätze, Drucker, Gäste-WLAN und die Zeiterfassung hängen im selben Netzbereich. Der Fernzugriff läuft über eine Portweiterleitung auf den Terminalserver, abgesichert nur durch Benutzername und Kennwort. Firmware-Stand der vorhandenen Firewall: mehrere Jahre alt. Auslöser für die Anfrage ist eine Rückfrage der Versicherung zur Cyber-Police.

Lösung

OPNsense als zentrale Firewall an beiden Standorten, verbunden über einen WireGuard-Tunnel. Das Netz wird in getrennte Bereiche für Server, Arbeitsplätze, Drucker und Gäste aufgeteilt. Der Fernzugriff läuft künftig über WireGuard mit Mehr-Faktor-Anmeldung; die Portweiterleitung entfällt ersatzlos.

Umsetzung

Zuerst wird aufgenommen, welche Systeme tatsächlich miteinander sprechen – sonst blockiert die neue Trennung im schlechtesten Fall die Warenwirtschaft. Die Firewall wird vorkonfiguriert eingebaut, die Segmentierung anschließend bereichsweise scharf geschaltet. Die Umstellung des Fernzugriffs erfolgt mit Vorlauf, damit alle Beteiligten ihre Zugänge vorher testen können.

Ergebnis

Kein direkt aus dem Internet erreichbarer Dienst mehr, getrennte Netzbereiche, protokollierte Zugriffe und ein dokumentiertes Regelwerk, das jährlich durchgesehen wird. Die Fragen der Versicherung lassen sich damit belegen statt beteuern.

Beispielszenario 03

Übernahme der laufenden IT-Betreuung – Handwerksbetrieb, ca. 18 Arbeitsplätze

Ein Standort · kein interner IT-Verantwortlicher · Managed Services, Backup, Dokumentation

Ausgangssituation

Die IT wurde jahrelang nebenbei von einem Mitarbeiter betreut, der das Unternehmen verlässt. Es gibt keine Dokumentation, Zugangsdaten liegen verteilt, Lizenzverträge sind nicht auffindbar. Ob die nächtliche Sicherung durchläuft, weiß niemand – die Meldungen gehen an ein Postfach, das nicht mehr existiert.

Lösung

Eine strukturierte Bestandsaufnahme mit anschließender Dokumentation, Übernahme aller Zugänge in eine geordnete Verwaltung, Instandsetzung der Datensicherung und ein Wartungsvertrag mit vereinbarter Reaktionszeit.

Umsetzung

In den ersten zwei Wochen wird erfasst, was vorhanden ist, und daraus eine priorisierte Liste gebildet: Was gefährdet den Betrieb, was ist ein Sicherheitsrisiko, was kann warten. Dringendes zuerst – hier die Sicherung und der veraltete Fernzugriff. Danach werden Monitoring und Patchmanagement aufgesetzt. Umgebaut wird erst, wenn der Betrieb abgesichert ist.

Ergebnis

Der Betrieb hat einen festen Ansprechpartner mit Telefonnummer, eine aktuelle Dokumentation im eigenen Besitz und eine Sicherung, deren Wiederherstellung getestet wurde. Störungen fallen im Monitoring auf, bevor sie gemeldet werden – und der Ausfall einer einzelnen Person ist kein Risiko mehr.

Erfahrung

Branchen, deren Anforderungen wir kennen.

Aus Vertraulichkeit nennen wir keine Kundennamen. Die Anforderungen dieser Branchen begegnen uns seit Jahren in der Praxis – die vollständige Übersicht steht auf der Startseite.

  • Mittelstand & Industrie
  • Dienstleistung & Handel
  • Steuerkanzleien & Anwälte
  • Praxen & Gesundheitswesen
  • Architekten & Planer
  • Logistik & Spedition
  • Vereine & Bildung
  • Handwerk
Wissen & Praxis

Zum Weiterlesen.

Wie wir bei diesen Themen vorgehen und warum wir bestimmte Wege empfehlen – ausführlich erklärt, ohne Verkaufsabsicht.

Server & Virtualisierung 6 Min. Lesezeit

Ceph oder ZFS? Das Speicherkonzept für einen Proxmox-Cluster

Die Speicherfrage prägt einen Proxmox-Cluster stärker als jede andere Entscheidung. Dieser Beitrag vergleicht Ceph und ZFS-Replikation nüchtern – mit den Zahlen, die in der Planung zählen, und der Frage, wie viel Datenverlust im Störfall vertretbar ist.

Kommt Ihnen eine dieser Situationen bekannt vor?

Dann lohnt sich ein kurzes Gespräch. Wir hören zu, schauen ehrlich drauf und schlagen einen Einstieg vor, der zu Ihrer Größe passt.